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Baumpflege – Baumklettern – Baumklettermeisterschaft!
Deutsche Baumklettermeisterschaft am 14.und 15. Mai in Jüchen (Schloss Dyck) Was hat die Baumklettermeisterschaft mit der Baumpflege zu tun? Vieles! Nicht jeder Baumpfleger klettert aber jeder der 70 Wettkampfteilnehmer macht auch Baumpflege. Und alle Wettkampfdisziplinen sind grundlegende Bestandteile der Baumpflege mit Seilklettertechnik. Die Baumklettermeisterschaft ist weniger l’art pour l’art im Baum, keine weitere Risiko-Sportart, sondern ein Wettkampf professioneller Baumpfleger Die einzelnen Disziplinen bestehen aus den alltäglichen Anforderungen, die dem kletternden Baumpfleger eine qualitativ hochwertige, baumschonende und dennoch kostengünstige Baumpflege ermöglichen: Haben Sie es für möglich gehalten, dass ein guter Baumpfleger problemlos in den Außenastbereich Ihres Baumes gelangen kann. Ohne dass der Ast bricht und ohne dass er fünfmal die Leiter neu ansetzen muss. Mit der Seilklettertechnik ist dies möglich und bei der Klettermeisterchaft haben es die Teilnehmer, die im Alltag keine Sportprofis sondern professionelle Baumpfleger sind gezeigt. (siehe Bilder Klettern im Außenastbereich) Der Wettkampf besteht aus 5 Einzeldisziplinen und dem abschließenden Master Challenge. Die 6 Punktbesten aus den Einzeldisziplinen Werfen einer Wurfleine Footlock - Aufstieg Schnelles Klettern Rettung Arbeitsklettern kämpfen am „Meister-Baum“ (siehe Bilder Meister-Baum) um den Titel „Deutscher Meister im Baumklettern“ 2010 heißt der Meister Bernd Strasser. Er ist zum 7. Mal Deutscher Meister und darüber hinaus noch achtmaliger Weltmeister im Baumklettern. Die Einzeldisziplinen spiegel gut den Arbeitsalltag bei der Baumpflege mit Seilklettertechnik. Beim Throwline (Werfen einer Wurfleine) wird demonstriert wie der Baumpfleger sich einen Zugang in den Baum verschafft. Hierzu wirft er einen ca. 250 g schweren Wurfbeutel gezielt in den Baum um sich für sein Aufstiegsseil einen Ankerpunkt zu schaffen. Gute Werfer können 30 Meter hoch in den Baum einwerfen und überwerfen in dem Gewusel von Ästen auch noch gezielt den ausgesuchten Ast, über den sie anschließend ihr Einstiegsseil ziehen können. (siehe Bilder Wurfleine beim Masters) Beim Footlock müssen die Wettkämpfer 15 Meter klettern. Hier ist die Zeit entscheidend. Die Spanne reicht hier von 14,23 Sek. bis über eine Minute. Außerhalb der Meisterschaftskämpfe gab es noch einen spannenden Paarwettkampf. Hier traten immer zwei im direkten Wettkampf gegeneinander an. (Bilder Footlock) Beim schnellen Klettern müssen die Wettkampfteilnehmer eine festgelegte Route im Baum in schnellst möglicher Zeit absolvieren. Rettung soll zwar nicht alltäglich sein doch im Alltag muss der Kletterer auch auf die Rettung vorbereitet sein. Es kann ja durchaus möglich sein, dass sich ein Baumpfleger im Baum verletzt und von einem Kollegen aus dem Baum geholt werden muss. Dies wird in der Einzeldisziplin „Rettung“ demonstriert. (Bilder Rettung) Verschiedene Punkte im Baum muss der Wettkampfteilnehmer beim Arbeitsklettern anklettern und dort mit einer Handsäge oder einer Teleskopstange eine Glocke anschlagen. Die Route ist vorgegeben und 3 Minuten dürfen nicht überschritten werden. (Bilder Arbeitsklettern) Es sieht schon imponierend aus, was ein Kletterer so alles mit in den Baum nehmen muss. Wichtig beim Arbeitsklettern und auch beim Masters ist, kein Gegenstand darf unkontrolliert auf den Boden fallen. (Bilder Ausrüstung) Auch wenn der Kletterer einen Beutel, einen Ast oder Anderes nach unten schmeißt muss er dies ankündigen. Wenn Sie Bilder von Kletterern im Außenbereich des Baumes sehen, so werden Sie vielleicht nicht glauben, dass der Ast sich nur wenig nach unten durchbiegt. Aber auch dies ist Arbeitsalltag und Teil des Wettkampfes: Sowohl beim Arbeitsklettern als auch beim Masters muss eine Glocke angeschlagen werden, die an einem ziemlich dünnen Ast befestigt ist. Von hier aus geht auch Leine mit einem Gewicht nach unten und endet kurz über dem Boden. Auch wenn der Kletterer auf dem Ast balanciert sollte das Gewicht nicht den Boden berühren. (Bilder Bodenkontrolle) Beim Finale, dem Masters, treten die 6 Besten der Einzeldisziplinen gegeneinander an. Hier müssen die Teilnehmer 4 Punkte, die über den Baum verteilt sind, anklettern. Dazu hat er 35 Minuten Zeit. Im Gegensatz zum Arbeitsklettern kann er die Route frei wählen, muss aber seine Seile selbst ein- und wieder ausbauen. (Bilder Masters) |
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